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»Nicht mehr auf Demos ohne etwas in der Hand!« Bei den Protesten gegen MediaSpree und zur Mobilisierung gegen den NATO-Gipfel tauchten im Internet Videos auf, die das Problem im Scherenschnitt-Stil anschaulich darstellten. Kürzlich erschien ein weiteres aus dem Alltag eines Flaschensammlers. Erstellt wurden alle von „Pappsatt“. Antiberliner fragte nach. Wir kennen eure Videos. Aber wer seid ihr eigentlich und wie habt ihr euch gefunden? Wir sind eine kleine Gruppe Gleichgesinnter, die viele Zustände pappsatt hat. Linke Politik und Aktivismus prägen seit vielen Jahren unsere Leben. Gemeinsam losgelegt haben wir damals mit dem Video gegen MediaSpree, Wie seid ihr auf die Pappen gekommen? Pappe ist gratis und eigentlich überall verfügbar. Im Laufe unserer Arbeit haben wir das Material lieben gelernt, weil man einfach alles daraus machen kann. Außerdem brennt sie gut. Wie wird so ein Film überhaupt gemacht? Was wird gebraucht und wie lange dauert es? Zuerst suchen wir uns einen Anlass, eine Aktion oder einen Termin. Oder dieser findet uns. Dann basteln wir uns eine kleine Welt zusammen, in der wir dann spielen. Wir versuchen für jedes Projekt eine neue Darstellungsform und Technik auszuprobieren. Je mehr Zeit wir haben, desto detailreicher können wir uns austoben. Im letzten Jahr habt ihr einen Workshop gegeben. Was wurde da gemacht und gibt es sowas nochmal? Wir bekamen die Anfrage von einem politischen Umsonst-und-Draußen Festival unter dem Thema Armut in Tübingen, ob wir einen Workshop geben wollen. Eine kleine Horde Bastelwütiger hat sich dann mit uns innerhalb von 2 Tagen an das Thema des Flaschensammelns herangewagt. Menschen die Mülleimer nach 8 Cent durchwühlen und 500 Milliarden für die Banken sind zwei Seiten einer Medaille, die sich der Kapitalismus stolz umhängen kann. Wenn man im Internet nach euch sucht, finden sich zwar schnell eure Videos, das war’s dann aber auch. Ist das eine bewusste Entscheidung von euch, oder fehlt es einfach an Zeit? Wir unterstützen lieber andere Aktionen künstlerisch als unsere Marke zu etablieren, deswegen unterschreiben wir nicht immer mit unserem Namen. Das Internet bietet zwar Vorteile, die wir nutzen wollen, ist aber kein Ort an dem wir uns sonderlich wohl fühlen. Viel zu digital. Woran arbeitet ihr gerade? Im Dezember haben wir ein Musikvideo für die Berliner Rapperin Lena Störfaktor gedreht. Wir verraten von der verwendeten Technik nur soviel, als dass die Augsburger ihre Puppen demnächst in die Kiste packen können. Am 27.2.2010 wird es eine Releaseparty mit Conexion Musical, Screening, passender Deko von unseren Freunden von der Strasse und Tanz im Stadtteilladen Zielona Gora in Friedrichshain geben. Be there! |
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