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History of violence Im Mai 2008 sorgte die ausländerfeindliche Gewalt in Südafrika für weltweites Entsetzen. Auf über 60 Tote und fast 60.000 Vertriebene werden die Opfer des Mobs beziffert. Um Kapstadt und Johannesburg herum wurden die Vertriebenen entgegen den anfänglichen Versprechungen der Regierung in Lagern untergebracht. Organisationen wie die Treatment Action Campaign, die sich für eine soziale Gesundheitspolitik und die Rechte von AIDS-Infizierten einsetzt, haben gefordert, die Lager zu schließen.Andernfalls würde es den Angreifern das Signal senden, dass sich die Attacken gelohnt hätten. Andere linke Gruppen wie die Anti-Eviction-Campaign aus Kapstadt, die für Wohnungsbau und gegen Häuserräumungen kämpft, und das Antiprivatisierungsforum aus Johannesburg hatten in Solidarität mit den afrikanischen Migranten Demos gegen die Angriffe organisiert. Diese Aktionen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die südafrikanische Linke von den Ereignissen geschockt ist. Black skin white guilt Um die Verhältnisse im Land zu verstehen,muss man einen Blick in die Geschichte werfen. Die 350 Jahre von Kolonialismus und Apartheid gingen erst 1994 mit dem Wahlsieg von Nelson Mandela und der Befreiungsbewegung African National Congress (ANC) zu Ende.
Gleichzeitig ist Südafrika aufgrund der regionalen Nähe zu anderen, häufig krisengeschüttelten Ländern wie Simbabwe, aber auch aufgrund der Abschottung Europas in den letzten Jahren zu einem Anziehungspunkt für afrikanische Einwanderer geworden. Die damit verbundene Konkurrenzsituation um die wenigen Jobs zwischen den Armen kann als Hauptgrund für die Gewalt betrachtet werden. Und die Hetze gegen Migranten durch Medien und Politiker, sowie die staatliche Entrechtung und Schikanen durch die Polizei trägt nicht dazu bei, dass sich die Angreifer im Unrecht fühlen müssen. Poor against poor Gleichzeitig fällt auf, wie stark die Vorstellungen aus der Apartheid noch immer in den Köpfen sind. Während die rassistischen Stereotypen über Schwarze auf die afrikanischen Einwanderer übertragen werden, sind die Einwanderer aus Europa mit keinen xenophoben Reaktionen konfrontiert. Diese verinnerlichten kolonialen Wertevorstellungen stehen einer Politik von sozialer Befreiung entgegen und müssen von den sozialen Bewegungen und linken Organisationen angegangen werden.Damit verbunden ist es, nationalistischen Vorstellungen, die auch die Armen erfassen, entgegenzutreten.Die Bewegung der Bewohner der Armenviertel Durbans hat diese Punkte auf die Agenda gesetzt. Sie forderten in einer Solidaritätserklärung: »Lasst uns für einen sicheren Aufenthaltsstatus, für Papiere für unsere Nachbarn kämpfen, so dass wir uns alle für die Rechte der Armen in gleicher Weise einsetzen können« (Abahlali baseMjondolo, 2008). Romin Khan amandla.blogsport.de |
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