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»Subkultur findet unter Kontrolle statt« Das linke Kulturprojekt »Lucha Amada« existiert seit sechs Jahren. Vor allem organisiert es Konzerte und Partys mit Musik aus Lateinamerika, Spanien und dem Baskenland. Wie kommt ihr zu eurem Namen?Was für eine Bedeutung besitzt der Name für euch? Lucha Amada heißt »geliebter Kampf« (span.) und ist durch ein Wortspiel mit »lucha armada - bewaffneter Kampf« entstanden. Er steht für unsere Sehnsucht nach einem besseren Leben für alle, für die Lust dafür zu kämpfen und die Liebe zur Musik. Wie sieht euer »geliebter Kampf« in der Praxis aus? Worauf zielt er? Unser Ausdruck ist hauptsächlich eine Symbiose aus Kultur & Politik. Kämpfen kann und soll auch Spaß machen und so wollen wir unsere Utopie einer herrschaftsfreien Welt auch den Leuten näherbringen. Auch versuchen wir mit unseren Konzerten & Fiestas linke Strukturen zu stärken, sei es durch Soli-Sachen – gern auch in Verbindung mit Info-Veranstaltungen – oder als Multiplikator bei der Mobilisierung zu Aktionen. Welche Auswirkungen haben die neoliberalen Umstrukturierungsmaßnahmen auf das subkulturelle Leben in Berlin? Ganz konkret wird natürlich alles teurer. Unkommerziellen Strukturen, die sich den Regeln des Marktes und der Bürokratie verweigern, geht es verstärkt an den Kragen, wie z.B. gerade das Beispiel der »Köpi« zeigt. Die haben Stress wegen einer fehlenden Schankerlaubnis. Ein Ergebnis ist, dass Sub- oder Gegenkultur vermehrt in kontrollierten Bahnen stattfindet. Auf der persönlichen Ebene können wir wegen des wachsenden Zwangs zu Lohnarbeit nicht mehr so viel Zeit in Kulturarbeit stecken. Die Alternative wäre, sich damit selbstständig zu machen, was jedoch häufig eine Kommerzialisierung oder Verteuerung nach sich zieht. Der Protest gegen die G8 steht für die deutsche Linke dieses Jahr im Mittelpunkt. Seid ihr auch dabei? Die Aktivitäten gegen den G8-Gipfel stehen auch bei uns im Mittelpunkt. So haben wir z.B. mit »Avanti« und »Fire and Flames« den Soli-Sampler »Make capitalism history« rausgebracht. Auch bei der Organisierung des »Move Against G8« Festivals am 20. – 22.04. hier in der »Maria« sind wir mit dabei. Zuletzt organisieren wir zum Teil das Kulturprogramm, das Bestandteil der Proteste im Juni selbst sein wird. Die Kampagne »Move Against G8« ist übrigens auf Mitmachen angelegt: einfach die eigenen Konzerte in das Motto einbetten und evtl. sogar einen Soli-Euro drauflegen – denn noch wird dringend Geld benötigt für die Konzerte vor Ort gegen den Gipfel... ? mehr Infos: www.move-against-g8.de (.org); www.luchaamada.de |
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